Alles durch den Zucker

Zucker ist in der heutigen Zeit fast überall enthalten und somit ist es nicht so einfach darauf zu verzichten. Doch wenn man weiß, was Zucker mit dem Körper wirklich anstellt, dann ist es ein ganzes Stückchen einfacher genauer hinzusehen, um auf den Zucker zu verzichten.

Was ist Zucker?

Wenn wir über Zucker sprechen, dann reden wir im Prinzip über kleine Stückchen von Kohlenhydrathen. Um eines vorweg zu nehmen, wir wollen den Zucker, der sich fast überall versteckt, nicht verteufeln. Denn in kleinen Mengen ist es noch in Ordnung, doch wenn die Mengen größer werden, dann macht er krank.

Di-Saccharide

Von dieser Gruppe sprechen wir, wenn zwei Moleküle zusammenhängen.

Die häufigste Variante besteht aus einem Molekül Fruktose und einem Molekül Glukose. Dies ist die Saccharose, also Haushaltszucker, Traubenzucker, etc. Dieses Di-Saccharid ist zu groß, um direkt in den Blutkreislauf zu gelangen. Wir benötigen ein spezielles Enzym, um die beiden Moleküle voneinander zu trennen, damit die Moleküle in den Blutkreislauf gelangen können.
Eine weitere gängige Form eines Di-Saccharids ist die Maltose. Sie besteht aus zwei Glukose-Molekülen und ist das Produkt, wenn der Körper die Kohlenhydrathe (in Form von Stärke) der Nahrung zerlegt.

Mono-Saccharide

Diese Gruppe wird dadurch charakterisiert, dass sie nur ein Molekül besitzt.

Wenn der Körper das Di-Saccharid Maltose trennt, erhalten wir zwei Glukose Moleküle. Jedes dieser Glukose Moleküle ist nun ein Mono-Saccharid. Wenn wir von Blutzucker sprechen, dann setzt sich dieser Wert aus der jeweiligen Menge Glukose im Blut zusammen. Der Glukoseindex (GI) ist ein Messwert, wie schnell sich der Blutzuckerwert nach dem Essen verändert. Hierbei wird immer von dem Richtwert 100 ausgegangen. Fruktose besitzt dagegen nur einen langsameren GI von 20. Aus diesem Grund dachten und denken es einige Menschen immer noch, dass sich Fruktose gut für Diabetiker eignet. Daher wurde und wird immer noch viel damit gesüsst, weil man früher nur den Blutzuckerspiegel auf dem Schirm hatte und dachte, dass es das einzige Problem sei.

Der Glukoseindex im Überblick:

  • Saccharose hat einen GI von 60
  • Maltose hat einen GI von 110
  • Glukose hat einen GI von 100
  • Fruktose hat einen GI von 20

Die echten Probleme mit dem Zucker

Glukose

Wir gehen davon aus, dass unser Körper gern einen Blutzuckerspiegel von ca. 70-100 hat.
Essen wir nun wenig Kohlenhydrathe, dann schwankt der Blutzuckerwert nicht so stark und pendelt sich schnell wieder auf ein Normal ein. Essen wir hingegen Zucker, dann unterliegt der Blutzucker starken Schwankungen in einer hohen Frequenz. Dies hat zur Folge, dass sich der Blutzuckerwert mal über dem Normal und mal darunter befindet. Bei jeder Spitze über dem Normalwert reagiert der Körper mit der kurzfristigen Ausschüttung von Unmengen an Insulin. Nun hat der Körper zu viel Insulin im Blut, was als Hyperinsulinämie bezeichnet wird. Das Insulin sorgt dafür, das der Blutzuckerwert schnell absinkt, oft unterhalb des Normalen. Dies wird als Hypoglykämie bezeichnet und geht oft mit starken Energie- und Stimmungsschwankungen einher. Ein weiteres Resultat einer Hypoglykämie ist Heißhunger. Damit ist geklärt, dass eine Kalorie nicht gleich eine Kalorie ist.

Fruktose

Dieser Zucker wirkt sich zwar nicht so stark auf den Blutzuckerwert aus, löst aber in unserer Leber Stress aus. Die Leber ist das einzige Organ, was Fruktose in Glukose und dann in Fett umwandelt. Dies kann zu einer Fettleber führen, die keinen Alkoholursprung hat und diese Form der Fettleber hängt mit einer Insulinresistenz und dem Diabetes Typ 2 zusammen.

Die Folgen

Nimmt man nun das Problem der Glukose und das der Fruktose zusammen und addiert diese mit weiteren Problemen, dann wird es heftig. Es kommt zu einer Gewichtszunahme mit deutlichem Bauchfett, einer ausgewachsenen Insulinresistenz, der nichtalkoholischen Fettleber, Diabetes Typ 2, hohem Blutdruck, Herz-/Kreislauf Erkrankung und Demenz.
Es geht noch weiter, denn wir müssen über Digestiva sprechen, was im Grunde verdauungsfördernd bedeutet. Dies beginnt im Mund als Karies. Weiter führt es zu einer verminderten Mineralaufnahme, die zu einem Defizit führt. Dazu wird der Darm geschädigt und wenn wir mal darüber nachdenken, dass wir mehr Bakterien im Darm als in unserem Rest des Körpers haben, dann sollten wir hellhörig werden. Denn die Parasiten, welche später den Darm schädigen, lieben Zucker. Diese Schädigung führt weiter zu einem Leaky Gut, also undichtem Darm. Wir sprechen vom Leaky-Gut-Syndrom. Dabei ist die Darmschleimhaut unphysiologisch durchlässig. So gelangen fettunlösliche Stoffe, Mikroben und ihre Bruchstücke, unvollständig gespaltene Nahrungsbestandteile und Schadstoffe ungehindert in den Blutkreislauf. Dies überlastet die Leber und löst zum Beispiel Nahrungsallergien und Autoimmunerkrankungen aus.

Auch das endokrine System, also das Hormonsystem unseres Körpers wird geschädigt. Insulin als dominierendes Hormon kommt hierbei eine Sonderrolle zu. Es beeinflusst Vorgänge wie unseren Schlaf, den weiblichen Zyklus und Hunger. Das Hormon verhält sich in unserem endokrinen System wie ein Elefant im Porzellanladen und unterdrückt viele der anderen wichtigen Hormone. Es lohnt sich also immer zuerst den Fokus auf das Insulin zu setzten, bevor man sich die anderen Hormone anschaut.

Weiter geht die wilde Fahrt mit der Hypophyse, einem ungefähr haselnussgroßem Organ, die in Folge nicht mehr so leistungsfähig ist, wie es unser Körper benötigt. Das rührt daher, dass eine Insulinresistenz immer mit einer leichten Entzündung einhergeht. So kann die Hypophyse nicht mehr so feinfühlig agieren, wie sie in einem gesunden Zustand täte. Es kommt vielfach zur Schilddrüsenunterfunktion. Sobald der Blutzucker schwankt, schüttet unser Körper Adrenalin aus, um diesen Zustand zu kompensieren. Das hat Folgen. Hier seien unregelmäßige und schmerzhafte Perioden der Frau genannt, da diese oft falsch gesehen und behandelt werden.
Als langfristige Folge führt es im Alter ab ca. 50 Jahren bei Männern dazu, dass sie weibliche Züge, wie zum Beispiel vergrößerte Brüste, und bei Frauen dazu, dass sie männliche Züge, wie eine starke Körperbehaarung, bekommen. So nähren sich zum Beispiel Oma und Opa visuell körperlich immer näher an.

Fazit

Wenn wir nun wissen, was Zucker alles auslösen kann, dann sollten wir weitgehend darauf verzichten. Unser Geschmackssinn wird sich schnell an die fehlende Süße gewöhnen. Im Supermarkt auf den Packungen und an der Frischetheke nach den Inhaltsstoffen zu schauen/fragen, gehört damit zum Alltag. Hat man sich erstmal daran gewöhnt, ist es gar nicht so schwer.

Trauriger Fakt ist, dass die Schulmedizin immer nur ihren Fokus auf dem Blutzuckerwert richtet, somit weiterhin ausschließlich die aktuellen Symptome bekämpft und damit die Spätfolgen billigend in Kauf nimmt.
Wenn du mehr darüber wissen willst, wie unser Körper wirklich funktioniert, dann empfehlen wir dir unseren Kurs.

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