Ketone werden oft falsch verstanden

In diesem Beitrag werden wir näher beleuchten, warum Ketone nicht gefährlich sondern normal sind und warum sie den besseren Treibstoff für unser Gehirn bilden. Uns ist aufgefallen, dass im Internet wahnsinnig viele falsche Informationen darüber verbreitet werden.

Die meisten Menschen kennen den Begriff Ketone im Zusammenhang mit dem Wunsch einer Gewichtsreduktion. Doch das Ketone dazu eine alternative Energiequelle für das Gehirn darstellen ist nur wenig bekannt.

Ketone sind nicht neu, denn bereits die Archeen nutzten Ketone als Energiequelle. Dennoch halten viele Menschen Ketone für gefährlich. Sie sind der Auffassung, dass regelmäßige Malzeiten und kohlenhydrahtreiche Nahrung gut für den Körper sind.
Früher haben die Menschen gegessen um zu überleben. Sie konnten Nahrung zu sich nehmen, sobald diese verfügbar war. Dann haben sie sich durch regelmäßige Malzeiten eine überlebenswichtige Fettschicht zugelegt.
Da Ketone im Prinzip nur während des Fastens, sowie in der Hungerzeit vom Körper produziert werden und die Produktion kurz vor dem Tod dazu ihren Höhepunkt erreicht, werden sie vorschnell als schlecht abgetan.

Der Gedanke liegt nahe, dass wir heutzutage etwas zu komfortabel Leben und somit unseren Körper in eine Art der Degeneration führen. Denn das eigentliche Problem ist der Komfort, da unser Körper dafür nicht ausgelegt ist. Daher sind Dinge, wie einfach mal Malzeiten ausfallen zu lassen, die besseren Signale für unseren Körper. Dieser erkennt in solchen Fällen einen Mangel und steuert völlig natürlich dagegen, um das Überleben zu sichern. Die dann ablaufenden Prozesse, welche wir in unserem Kurs “Alles auf Anfang – Der Reset für den Körper” genauer erklären, sind allesamt darauf ausgelegt, einer Degeneration entgegenzuwirken.

Während die meisten Organe Fett und Proteine als Energie nutzen können, ist unser Gehirn nur in der Lage Zucker und eben Ketone als Energiezufuhr zu verwerten. Im Rahmen einer sehr kohlenhydrathreichen Nahrung verwendet unser Gehirn zu 100% Zucker um zu funktionieren. Sobald es zu einer für den Körper lebensbedrohlichen Situation kommt, ist das Gehirn in der Lage zu 75% Ketone und nur noch 25% Zucker als Energie zu verwenden.
Um das in eine Perspektive zu setzen muss man wissen, dass unser Gehirn nur 2% unseres Körpergewichtes ausmacht, aber gleichzeitig 20% unserer Energiereserven für sich beansprucht. Bei einer durchschnittlichen Person sind das in etwas 400-500 kcal. Decken wir den Bedarf nur durch Zucker, so sind das ca. 100-125g. In lebensbedrohlichen Situationen, wenn wir Kentone produzieren, sinkt der Bedarf unseres Gehirns auf ca. 25-30g Zucker.

Befinden wir nun in einem Zustand des Fastens und führen dem Körper keinerlei Kohlenhydrathe zu, dann tut dieser etwas worüber kaum jemand spricht. Denn unser Körper ist in der Lage sich selbst mit Zucker zu versorgen, indem er ihn einfach selber produziert. Dafür verwendet er Aminosäuren aus Proteinen und diese Aminosäuren werden in Zucker umgewandelt. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Fett. Das sich darin befindliche Glycerol kann vom Körper ebenfalls in Zucker umgewandelt werden. Wenn wir uns also in einem Zustand der Fettverbrennung befinden, ist unser Körper in der Lage selber den für das Gehirn benötigten Zucker aus Fett herzustellen. Der Fachbegriff hierfür ist Gluconeogenesis.
Ein gesunder Körper, welcher Fett nutzen kann, braucht die Aminosäuren der Proteine nicht um Zucker zu produzieren. So schützt der Körper wiederum die Muskulatur zum Überleben. Ein Körper welcher nicht ausreichend Ketone produzieren kann, lässt das Gehirn schrumpfen um den Energiehaushalt aufrecht zu erhalten. Doch dazu gleich mehr.

Schauen wir mal auf unser alle Anfang, als wir noch Babys waren. Damals brachten wir ca. 5% des Gewichts eines Erwachsenen auf die Waage. Zeitgleich wog unser Babygehirn ca. 20% eines Erwachsenen-Gehirns. Im Verhältnis zur Körpergröße und zum Körpergewicht lässt sich feststellen, dass ein Babygehirn 4 mal größer ist als das eines Erwachsenen. Das Gehirn eines Babys ist ein wahrer Energiefresser, denn es verlangt ca. 60-70% des gesamten Energiehaushalts.
Geboren werden Babys im Zustand der Ketose. Die Muttermilch in dieser Zeit besteht zum größten Teil aus Proteinen und Fett. Erst am dritten Tag kommt Laktose dazu. Da wir als Babys über eine gute Menge, mehr als eine Babyrobbe, Fett verfügen um unseren Energiebedarf zu decken, würden wir sogar über einige Tage ohne Nahrung hinwegkommen. Das Alles hat Mutter Natur so eingerichtet, um das Überleben des Menschen zu sichern.

Wir Erwachsene befinden uns in der Regel nach 2-3 Tagen Fasten in der Ketose, während Babys dafür nur 2-3 Stunden benötigen.

Doch es gibt noch weitere Vorteile als nur das Überleben zu sichern, was Ketone betrifft. Die Volkskrankheit Demenz zum Beispiel ist so eng an eine Insulin-Resistenz gebunden, dass man Demenz auch als Diabetes Typ 3 bezeichnet. Sobald unsere Zellen für eine längere Zeit Insulin resistent sind führt es dazu, dass unser Gehirn ebenfalls Insulin resistent wird. Wenn der Körper nun keine Ketone produziert, benötigt das Gehirn 100% Zucker um zu funktionieren. Doch wenn unsere Zellen Insulin resistent sind bekommt das Gehirn nicht genug Energie, selbst wenn unser Blutzuckerspiegel sehr hoch ist und beginnt zu hungern.
Wenn wir nun Fasten und dann weitgehend auf Kohlenhydrathe verzichten, sind wir in der Lage unser Fett als Energielieferant zu nutzen. Somit können wir unser Gehirn zu 75% mit Ketonen und den Rest durch die Gluconeogenesis versorgen. Selbst wenn wir also Insulin resistent sind, können wir unser Gehirn weiterhin versorgen.

Somit ist es sehr deutlich geworden das Ketone gut, vielleicht sogar auf Dauer die besseren Energielieferanten sind und wir locker auf Zucker verzichten können, welcher immer mehr in den Fokus rückt für viele Volkskrankheiten verantwortlich zu sein.

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